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CVJM-Gesamtverband

Gegen Fremdenfeindlichkeit und Gewalt
Hinsehen und Einmischen. Eine Erklärung des CVJM-Gesamtverbandes in Deutschland.

Der CVJM verurteilt jede Form von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus.

Angesichts der schlimmen Gewalttaten sind die Mitglieder des CVJM aufgerufen, sich in ihrem Bereich für ein fremdenfreundliches Klima einzusetzen, nicht zu schweigen, wenn diskriminierende Äußerungen gegen Minderheiten gemacht werden, nicht tatenlos zuzusehen, wenn die Würde von Menschen angetastet wird, sondern sich einzumischen.

Zugleich ist es dringend nötig, denen, die sich in kritischen Situationen einmischen wollen, Informationen über Methoden der Intervention und entsprechendes Training anzubieten.

Die Mitgliedsverbände des CVJM-Gesamtverbandes in Deutschland und die örtlichen CVJM sollen die politische Bildung verstärken und sich in Politik und Öffentlichkeit für die berechtigten Interessen von jungen Menschen einsetzen.

Angesichts der vielfältigen Ursachen der Fremdenfeindlichkeit fordert der CVJM die Politik auf, größere Anstrengungen zur Sicherung beruflicher Zukunftsperspektiven von jungen Menschen und zur kontinuierlichen Förderung wertorientierter Jugendarbeit zu unternehmen.

Von den Medien erwartet der CVJM, dass junge Menschen, die sich für das Gemeinwohl engagieren, als Vorbilder dargestellt werden. Junge Leute dürfen nicht den Eindruck haben, dass sie gewalttätig werden müssen, um öffentlich wahrgenommen zu werden.

Warum der CVJM sich gegen Fremdenfeindlichkeit engagiert:

Der CVJM orientiert sich in seiner Arbeit an Jesus Christus, der jedem Menschen seine Würde als Geschöpf Gottes garantiert. Der CVJM in Deutschland ist Teil einer weltweiten Bewegung und ist dankbar für den bereicherdenden Austausch und die gute Zusammenarbeit mit den CVJM auf allen Kontinenten. CVJM gibt es in 128 Ländern.

Der CVJM hat sich als einer der Träger des Pavillon der Hoffnung aktiv an der Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover beteiligt. Junge Erwachsene aus 70 Nationen haben im Pavillon der Hoffnung als Volontäre, Projektmitarbeiter und Musiker zusammen gearbeitet und zusammen mit den Vertretern von 183 Nationen und internationalen Organisationen auf der Expo daran mitgewirkt, dass Millionen Besucher den Reichtum kultureller Vielfalt kennen lernen konnten.

Wo keine Hoffnung ist, breitet sich Gewalt aus. Darum weisen wir auf Jesus Christus hin, der die Hoffnung der Welt ist und uns mit Hoffnung erfüllt. Wir haben im Pavillon der Hoffnung auf der Expo 2000 gezeigt, wie sich diese Hoffnung praktisch auswirkt und Lösungsansätze in schwierigen Situationen entwickelt. Diese Hoffnungskraft muss sich auch gegen menschenverachtende Gewalt beweisen und bewähren.

Ulrich Parzany, Generalsekretär des CVJM in Deutschland, Kassel 25.10.2000