Foto: CVJM Westbund

Ich träume von einem CVJM

Ich träume von einem CVJM,
der sich leiten lässt von Gottes Sehnsucht nach seinen Menschen
und von Jesu Anspruch, den er an alle Menschen hat.

Ich träume von einem CVJM,
der die Fragen junger Menschen ernst nimmt
aber die Antworten Gottes nicht versteckt.

Ich träume von einem CVJM,
der sich den wirklich verlorenen jungen Menschen
und nicht nur den Interessierten zuwendet.

Ich träume von einem CVJM,
der stabile Mitarbeiter hat, die sich nicht beugen vor dem Zeitgeist
voll selbstverliebtem Egoismus,
sondern danach fragen, was sie gemeinsam wagen können
mitten im Abbau von Mut und Initiative.

Ich träume von einem CVJM,
in dem sich viele zum Dienst senden lassen, im Namen Gottes mobil sind
und nicht für alle Zeiten ihr Denken, Leben und Handeln festlegen lassen.

Ich träume von einem CVJM,
in dem Austausch und Kommunikation ein Bedürfnis ist,
das gepflegt wird und das das Kirchturmdenken ein für allemal keinen Platz hat.

Ich träume von einem CVJM,
der die Dimension der Ewigkeit fest in seinen Visionen mitsprechen lässt
und nicht alles zweckgebunden und funktional vermarktet.

Ich träume von einem CVJM,
der nicht aus jeder Bibelstelle eine Handlungsanweisung macht,
sondern fröhlich feiern kann,
weil Gott die neue Welt und die neue Stadt selber schaffen wird.

Ich träume von einem CVJM,
der selbstverständlich teilen lernt
Mitarbeiter, die ihre Herzen, ihre Häuser und ihren Geldbeutel für andere öffnen.

Ich träume von einem CVJM,
der sein Brot über die Weltmeere schickt
und mit wachem Herzen die Ungerechtigkeit in der Welt sieht
und auf eine neue gerechte Welt zuarbeitet durch teilendes Leben.

Hermann Traub